Die EGW hat ihren Bericht zum Geschäftsjahr 2025 auf der Website publiziert. Die EGW ist ein zentrales Förderinstrument in der Wohnungspolitik des Bundes. Sie kann auf ein Geschäftsjahr zurückblicken, das angesichts der weltpolitischen Hektik wohltuend ruhig und dennoch in verschiedener Hinsicht erfolgreich war. Die Geschäftsstelle nutzte im April und Oktober günstige Zeitfenster und lancierte zwei Anleihen im Gesamtumfang von gut CHF 258 Mio. zu jeweils fast identischen vorteilhaften Konditionen. Weil 2025 zwei Anleihen zurückbezahlt wurden, hat der Gesamtbestand der ausstehenden und vom Bund verbürgten Anleihen netto gegenüber dem Vorjahr lediglich um gut CHF 27 Mio. zugenommen. Ende 2025 unterstützte die EGW gegen 39 000 Wohnungen in mehr als 1 000 Überbauungen in der ganzen Schweiz.
Vieles spricht dafür, dass die EGW ihren Mitgliedern auch über das laufende Jahr hinaus günstige Finanzierungsmittel zur Verfügung stellen kann. Der Bundesrat hat am 05.12.2025 die Botschaft zu einem Verpflichtungskredit für Bürgschaften verabschiedet. Er beantragt dem Parlament für die Jahre 2027 bis 2033 einen Kredit im Umfang von CHF 1.92 Mia. Erfreulich ist, dass der Bundesrat aufgrund veränderter Marktverhältnisse von einem Planungsbeschluss des Parlaments aus dem Jahr 2021 abweicht, der zu einem deutlich tieferen Kreditbegehren geführt hätte. Im Parlament scheint diese Argumentation auf offene Ohren zu stossen. Der Nationalrat hat am 10.03.2026 dem Bundesratsantrag mit 130 zu 62 Stimmen zugestimmt und mit der nötigen Mehrheit auch die Ausgabenbremse gelöst. Wir dürfen zuversichtlich sein, dass der Ständerat in der Sommersession 2026 den Verpflichtungskredit ebenfalls gutheissen wird.
Die Mitglieder der EGW werden mit der Einladung zur Generalversammlung vom 24. Juni 2026 den gedruckten Geschäftsbericht sowie die statutarische Jahresrechnung 2025 und weitere Unterlagen erhalten.